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Krebskorb "Pirat"

Krebskorb "Pirat"

Neben Fischen, Pflanzen und Kleinstlebewesen gehören auch die Krebse zu einem wichtigen Bestandteil unserer Gewässer. Interessant also zu wissen, ob Krebse im eigenen See oder Fluss vorkommen. Für ein Krebs-Monitoring benötigt man geeignetes Fanggerät. Es bieten sich Netzreusen, Aalrohre und Krebskörbe an. Letztere sollen hier vorgestellt werden. In diesem Fall handelt es sich um das Modell Pirat.

Der Krebskorb

Der Korb ist aus sinkendem Plastik gefertigt und besitzt einen Clip-Verschluss, der ein schnelles Auf- und Zuklappen ermöglicht. Köder können so bequem befestigt werden. Die Fangvorrichtung arbeitet nach dem Prinzip einer gewöhnlichen Reuse. Nach innen gestülpte Öffnungen (Kehlen) führen den futtersuchenden Krebs in den Korb und verhindern ihm durch den erhöhten Absatz das Entkommen.

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass Ködernadel und Köderkorb zum Teil separat mitbestellt werden müssen, sofern diese nicht inklusive sind. Des weiteren sind große Preisunterschiede unter den Anbietern im Internet zu erkennen. Vergleichen lohnt sich also. (billigstes Angebot März 2012: knapp 25€ inkl. Ködernadel und -korb)

Krebskorb

Krebskorb aufgeklappt

Krebskorb

Krebskorb geschlossen

Krebskorb

Seitenöffnung

Krebskorb

Clip-Verschluss

Krebskorb

montierte Ködernadel

Anleitung

  1. Zur Befestigung wird zunächst ein robustes Seil benötigt. In unserem Fall war es eine ausgediente Wäscheleine mit einer Gummi-Ummantelung. Der Durchmesser darf nicht zu groß gewählt werden, da die Schnur sonst nicht mehr durch die Befestigungsöse geführt werden kann.
  2. Sowohl Fischfetzen/-innereien, Boilies/Pellets, Leber oder Katzenfutter können zur Beköderung verwendet werden. Je nach Köderart wird entweder die beiliegende Ködernadel oder das Köderkörbchen eingesetzt.
  3. Die Befestigung sollte den Strömungsverhältnissen angepasst sein und auch Treibgut aushalten können. Zusätzlich ist eine möglichst gute Tarnung ratsam. Es soll tatsächlich vorkommen, dass Krebskörbe geklaut werden – warum auch immer.
  4. Vorzugsweise werden die Körbe aufgrund der Abdrift in strömungsarmen Bereichen ausgebracht.
  5. Für die Verweildauer im Wasser gibt es keine feste Regel. Bei hohem Krebsbestand können sich schon innerhalb einer Stunde mehrere Krebse im Korb befinden. Hier hilft nur Ausprobieren.
  6. Wichtig: Werden die Körbe in verschiedenen Gewässern eingesetzt, müssen sie abgewaschen, getrocknet und wenn möglich desinfiziert werden. Außerdem kann auch die Schnur Krankheitsüberträger sein (z.B. Krebspest). Am einfachsten ist daher jedem Gewässer eigene Körbe zuzuweisen.

Fazit

Vorteile

  • relativ günstig in der Anschaffung
  • gut zu reinigen/desinfizieren (im Hinblick auf die Verbreitung von Krankheiten)
  • gut zu leeren, weil aufklappbar
  • kurze Trocknungszeit
  • sehr selektiv – nahezu nur Krebse im Korb
  • stapelbar
  • robustes Material

Nachteile

  • in stärkerer Strömung driftet der Korb ab
  • benötigen mehr Stauraum als Netzreusen

Über Niklas


Gewässerwart im Angelverein seit 2010, Vorsitzender eines Gewässerschutz Vereins und Gründer des Gewässerwart Blogs. Begeisterter Skandinavien-Fahrer, Angler und Medieninformatiker.

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